Imker-Wiki

Das Imker-Wiki des Imkerverein-Moers lebt und wird stetig erweitert. Wir möchten Ihnen damit schnelle Antworten auf Fragen rund um die Imkerei geben.

A wie…

APIS

Der latainische Begriff für Biene/Honigbiene als eine Gattung der Echten Bienen (Apidae).

APITHERAPIE

Die Apitherapie wird in der Alternativmedizin angewandt. Dabei werden natürliche Bienenprodukte zur Behandlung/Linderung von Beschwerden eingesetzt (u.a. Propolis o. Gelée Royal).

B wie…

BIEN

Als Bien bezeichnet man ein Bienenvolk. Das Bienenvolk besteht aus der Königin, den Arbeiterinnen und den Drohnen. Die Königin (Weisel) ist größer und länger als die restlichen Bienen und kann als einizige befruchtete Eier legen. Arbeiterinnen machen den wesentlichen Teil des Bienenvolks aus. Sie kümmern sich um den Nachwuchs, bauen die Waben aus, sammeln Nektar, Pollen, Wasser und produzieren letztlich den Honig. Die Aufgabe der Drohnen ist es, die Königin zu begatten. Im Sommer leben bis zu 50.000 Bienen in einem Volk. In der Zeit von März – Juni wächst das Bienenvolk am stärksten.

BEUTE

Einen Bienenbeute ist eine Behausung für Bienen. Man unterscheidet zwischen Hinterbehandlungsbeuten und Magazinbeuten sowie zwischen Warm- und Kaltbau. Bekannte Magazinbeuten sind u.a. Dadantbeuten, Zanderbeuten, Segeberger  Beuten, Langstrothbeuten. Je nach Imkerphilosophie gibt es verschiedene Aussagen/Meinungen zu jeweiligen Betriebsweise.

C wie…

CARNICA

Die Carnica (Apis mellifera carnica) ist eine sanftmütige Unterart der Apis mellifera, die ursprünglich aus der Alpenregion stammt. Mittlerweile hat die Carnica die Dunkle Europäische Biene in unseren Breiten fast vollständig verdrängt. Aufgrund der Volksstärke wird der Carnica eine höhere Honigleistung nachgesagt, die sie aber bei Schwarmlust fast völlig verliert.

D wie...

DROHNE

Ein Drohn ist eine männliche Biene. Die wesentliche Aufgabe der männlichen Bienen ist es für die Weitergabe der Gene zu sorgen und die Königin zu begatten. Drohnen werden von den Arbeiterinnen bis zum Ende der Paarungssaison versorgt. Drohnen sind weder an der Nahrungssuche noch an der Brutpflege beteiligt.

DROHNENRAHMEN

Ein Drohnenrahmen ist ein leerer Rahmen (ohne Mittelwand), welcher den Bienen als Baurahmen angeboten wird. Das Ausschneiden der Drohnenbrut reduziert den Befall durch Varroamilben deutlich. Drohnenbrut ist zwei Tage länger unverdeckelt und aus diesem Grund attraktiver für die Milben. Ein Drohnenrahmen wird ausgeschnitten, sobald ein Großteil der Brut verdeckelt ist.

E wie...

ENTDECKELN

Am Ende des Honigreifeprozesses werden die Waben mit einer dünnen Wachsschicht verdeckelt, um diesen dann für die Winterzeit einzulagern. Bevor der Honig ausgeschleudert werden kann, müssen die Deckelchen entfernt werden. In der Regel wird dazu eine Entdeckelungsgabel verwendet.

F wie…

FLUGLING

Ein Flugling wird hauptsächlich zur Schwarmzeit (April-Juni) gebildet. Er dient zur Schwarmvorbeugung oder auch zur Ablegerbildung. Dabei wird die Beute mehrere Meter (ist beliebig) versetzt. An den ursprünglichen Standort wird eine Beute mit einer Brut- und einer Futterwabe inklusive Mittelwände gesetzt. In der „neuen“ Beute wird nun eine Königin nachgezogen. Wird die Weiselzelle nicht zerstört bildet sich letztlich ein neues eigenständiges Volk/Ableger. Alternativ kann die Weiselzelle ausgebrochen und das Volk wieder vereinigt werden.

G wie…

GELÉE ROYAL

Gelée Royal ist der Futtersaft für die Königin in einem Bienenvolk und besteht zum Großteil aus Wasser, Zucker, Proteinen und Aminosäuren. In der Naturheilkunde findet Gelée Royal ebenfalls eine breite Anwendung.

H wie…

HONIG

Die Arbeiterinnen sammeln Nektar und Honigtau in ihrer Honigblase. Bei der Rückkehr wird der Inhalt der Blase an andere Bienen im Volk weitergegeben und mit sog. Drüsenstoffen angereichert. Durch die Weitergabe und die Drüsenstoffe verdunstet ein Großteil des Wassers im Honig. Am Ende wird der Honig in den Waben eingelagert und verdeckelt – der Imker kann nun ernten.

  K wie…

KIPPKONTROLLE

Im Frühjahr/Frühsommer (insbesondere im Mai) sollten die Bienenvölker regelmäßig auf Schwarmstimmung hin begutachtet werden. Eine einfache Methode ist die Kippkontrolle, bei der die Bruträume angekippt werden. Mit einem Blick an die Unterseite der Waben bzw. in die Wabengassen lassen sich oftmals ein Großteil der Schwarmzellen entdecken. Bei entsprechender Volkstärke können aber auch Schwarmzellen in den Gassen unentdeckt bleiben.  Insbesondere für Anfänger bietet sich die grundliche Durchsicht der Waben an.

N wie…

NEKTAR

Der Nektar ist ein Sekret, welches von Pflanzen ausgeschieden wird. Nektar dient in diesem dazu Tiere anzulocken, so dass diese wiederum die Pollen der Pflanzen zum Zwecke der Fortpflanzung transportieren. Nektar wird von Bienen gesammelt und ist der Rohstoff für Honig.

P wie…

PROPOLIS

Hierbei handelt es sich um das sog. Bienenharz, welches von den Bienen produziert wird. Im Bienenstock dient Propolis als Dichtmasse und Mittel gegen Krankheitserreger. Weiterhin findet Propolis eine vielseitige Anwendung in der Naturheilkunde.

POLLEN

Neben dem Nektar sind Pollen eine wichtige Nahrungsgrundlage der Bienen. Dabei handelt es sich um Blütenstaub, welcher beim Sammeln von Nektar im Haarkleid der Biene hängen bleibt. Durch das Weitertragen auf anderen Pflanzen vollzieht die Biene letztlich den Prozess der Bestäubung. Pollen werden auch als Bienenbrot bezeichnet und stellen die Grundlage für die Versorgung der Larven, Königin und Sammelbienen dar.

S wie…

SCHWARMTRIEB

Der Schwarmtrieb erwacht bei den Bienenvölkern im Frühjahr. Wenn das Volk aus dem Winter kommt, die Populationsstärke rasant ansteigt und ein Überangebot an Nektar und Pollen herrscht, dann ist Schwarmzeit. In der Regel schwärmt in etwa die Hälfte des Volkes mit der alten Königin aus. Der Rest verbleibt in der Beute und zieht sich eine neue Königin heran. Der Imker kann durch einen regelmäßigen Blick ins Bienenvolk vorbeugen und ggf. vorzeitig einen Ableger/Flugling bilden und/oder die Nachschaffungszellen frühzeitig brechen.

STOCKMEIßEL

Ein unabkömmliches Universalwergzeug des Imkers. Hauptsächlich wird dieser zum Trennen der Zargen bzw. zum Entnehmen der Waben verwendet.

V wie…

VARROA

Die Varroamilbe ist ein Parasit, welcher in den 1970er Jahren erstmals in Europa nachgewiesen wurde. Die Milbe schwächt die Biene/Larve durch das teilweise Aussaugen von Körperflüssigkeit bzw. durch das Übertragen von Viren. Regelmäßige Kontrollen und Gegenmaßnahmen (u.a. Drohnenrahmen schneiden) durch den Imker können den Varroabefall eindämmen.

W wie…

WEISEL

Als Weisel bezeichnet man die Bienenkönigin. In einem Bienenvolk ist ausschließlich die Weisel geschlechtsreif.